Schulprojekt geht weiter

Mai 26, 2026

Erweitertes Präsidium gibt grünes Licht für zweite Phase / Vereinskonferenz am 10. Juli in Güstrow

Das landesweite Projekt „Handball macht Schule“ soll demnächst in die zweite Phase gehen. Das Erweiterte Präsidium (EP) des Handballverbandes Mecklenburg-Vorpommern (HVMV) hat sich auf seiner jüngsten planmäßigen Sitzung in Güstrow ausführlich damit befasst und grünes Licht gegeben. Ziel bleibt es, Handball stärker in den Schulunterricht einzubeziehen. So ist eine Mini-WM der Grundschulen mit Bezirksrunden sowie Finalrunde am 15. Januar 2027 in Güstrow vorgesehen. Teilnehmen können Jungen der Jahrgänge 2017 bis 2019, weil die nächste Weltmeisterschaft für Männer ausgetragen wird. Jede Grundschule erhält in den Farben des Landes, für das sie antritt, zwölf Trikots für die Kinder und eines für den Lehrer, der sie betreut. Lehrerkarten mit einfachen Übungsformen für Handball im Schulunterricht sollen diese Sportart zugänglicher machen.

Ein weiterer Bestandteil des vorläufigen Konzeptes ist Little Scandinavia. Vorbild sind die erfolgreichen Handballnationen wie Dänemark und Schweden, wo Kommunen ihre Hallen für selbst organisierten Sport öffnen. Kinder kommen von sich aus, spielen Street-Handball ohne Trainer, ohne Leistungsdruck – und treten später motiviert in Vereine ein. In Deutschland würden auch Pilotprojekte für „Offene Sporthallen + Street-Handball“ als Brücke zwischen Schule, Kommune und Verein gebraucht. Der Verband unterstütze, aber kontrolliere nicht. Dazu brauche es Zeiten auch in Gymnastikhalle, Turnhalle oder geräumigem Eingangsbereich, freie Sportplätze bis zu Schulhöfen und Bolzplätzen.
Für „Handball macht Schule“ stehen dem Handballverband Mecklenburg-Vorpommern (HVMV) das Bildungsministerium des Landes, der Deutsche Handballbund (DHB) sowie eine private Stiftung als Finanzierungspartner zur Seite.

Das EP bestätigte auch den Termin für die nächste Vereinskonferenz am 10. Juli um 17 Uhr in Güstrow. Hauptthema werde das neue DHB-Verwaltungsprogramm „360 Grad“ sein, das die Nu-Liga ablösen, aber zunächst weiter zur Verfügung stehen werde, auch mit einem Support. Zur Vorbereitung von „360 Grad“ werde es im Austausch mit anderen Landesverbänden eine Reihe von Online-Schulungsangeboten geben. Die Vereinskonferenz sei gleichzeitig offen für eigene Probleme und Anliegen der Vereine.

Dominic Buttig, Vizepräsident Leistungssport, und Landestrainer Philipp Große informierten über Änderungen im DHB-Sichtungssystem. Die erste Sichtung in Kienbaum findet nicht mehr für Landesauswahlmannschaften statt. Stattdessen kann der Regionalverband Ostsee-Spree 12 bis 16 gemeinsame Kader entsenden. Darauf reagierend sei es erforderlich, bis zur DHB-Sichtung vermehrt auf Stützpunkttraining anstelle von Lehrgangsmaßnahmen zu setzen.
Aus dem Bezirkshandballverband (BHV) West berichtete Alwin Tügel, dass die Minispielfeste, sechs in dieser Saison, zunehmend Anklang finden. An der Ausbildung von Nachwuchsschiedsrichtern nehmen 70 Sportfreunde teil. Der BHV Nord kann auf einen Zuwachs an Mannschaften und Schiedsrichtern verweisen, sagte der Vorsitzende Guido Saß. Jetzt gehe es in die Beach-Saison. Diese sei auch Thema im BHV Ost, so dessen Vorsitzender Udo Levold. Es gebe eine Bezirksauswahl in der Altersklasse 13 weiblich. Am 13./14. Juni werde eine offene Bezirksmeisterschaft im Beachhandball ausgerichtet. Auffällig sei Levold zufolge auch die Tendenz, dass so viele Talente wie noch nie zu höherklassigen Vereinen außerhalb von MV gewechselt seien.

Rüdiger Rump

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Begeisterung auf und neben dem Spielfeld bei der Mini-WM 2025. Foto: HVMV