Jugend B von Grün-Weiß Schwerin beim Final Four in Solingen auf dem dritten Platz
Nach dem schon starken Einzug ins Final Four, das in Solingen stattfand, belohnten sich die Handballerinnen von Grün-Weiß Schwerin mit der Bronzemedaille bei der Deutschen Meisterschaft der weiblichen Jugend B. Sie verpassten dabei im Halbfinale gegen die Gastgeber nur denkbar knapp das Endspiel. Zuletzt hatte vor sieben Jahren eine Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern eine Medaille bei Deutschen Meisterschaften gewonnen. Das war seinerzeit ebenfalls die Jugend B (Jahrgang 2002/2003) von Grün-Weiß Schwerin, die Vizemeister wurde. Das Gros dieser Mannschaft bildete dann den Kern der „Rasselbande“, die sich in der der 3. Liga der Frauen etablierte und kürzlich als Vizemeister aus der Saison verabschiedete.
Für das aktuelle B-Jugend-Team war sogar das Finale greifbar nahe. Gegen Gastgeber Solingen wechselte die Führung mehrfach, bis Grün-Weiß gut zehn Minuten vor Schluss nach sieben Toren ohne Gegentreffer mit 24:20 in Führung ging. Doch Solingen glich beim 25:25 aus, bevor die Schwerinerinnen erneut vorlegten, aber vier Sekunden (!!) vor dem Abpfiff wieder den Ausgleich hinnehmen mussten. In der Verlängerung setzte sich der spätere Meister mit 37:32 durch. „Wir hätten das Spiel in der regulären Zeit auf unsere Seite ziehen müssen, bekamen aber zu viele 50:50-Aktionen gegen uns gepfiffen. Das macht es dann natürlich schwer. Das war schade, weil einfach auch das Finale drin gewesen wäre“, meint Trainer André Regge. Ganze vier Sekunden haben letztlich gefehlt. Die Enttäuschung darüber währte nur kurz. Das Spiel um die Bronzemedaille gewann Grün-Weiß 33:32 gegen die TSG Münster. Das knappe Ergebnis täuscht etwas über den Verlauf, denn Schwerin lag nur beim 0:1 im Rückstand und es gab nie das Gefühl, das Spiel zu verlieren.
„Die Mädels haben ein super Wochenende hingelegt und sich diese Medaille mehr als verdient“ resümiert der Trainer. Auch die Unterstützung durch die zahlreichen Fans sei unglaublich gewesen. Gemeinsam wurde ausgiebig gefeiert. „Und es geht um die Entwicklung der Spielerinnen, nicht zuerst um den Erfolg. Wenn beides zusammen trifft, umso schöner“, so Regge.
Tilo Labs, der die Mannschaft bis zur vorigen Saison drei Jahre ehrenamtlich trainierte, die zeitliche Beanspruchung aber nicht weiter leisten konnte und sein Amt an den hauptamtlichen Nachwuchstrainer André Regge übergab, verfolgte das Geschehen von der Zuschauertribüne. Zumal seine Verbindung durch Tochter Kaja, die in der Mannschaft spielt, weiterhin sehr eng ist. „Ich freue mich sehr über den Erfolg. Das Final Four war das Ziel. Die Mannschaft hat sich gut entwickelt, macht weniger Fehler und ist im Abschluss besser geworden. Und die Harmonie zwischen jüngerem und älterem Jahrgang stimmt“, hat Labs mit Freude beobachtet.
Einige Spielerinnen werden in die 1. Frauenmannschaft aufrücken. Die jüngeren Jahrgänge spielen auch in der kommenden Saison in der Jugend-Bundesliga, denn mit dem Erreichen der Meisterrunde war Grün-Weiß ohne Ausscheide qualifiziert.
Rüdiger Rump
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Riesige Freude über die Bronzemedaille bei der Mannschaft und den zahlreichen Fans buchstäblich in ihrem Rücken Foto: Photominister