„nuLiga“ auf dem Weg zum digitalen Spielausweis und zur eigenen App

Mit der Entscheidung des Hessischen Handball-Verbandes, sich dem Nutzerkreis von „nuLiga“ anzuschließen, steigt die Zahl der Mannschaften, deren Spielbetrieb über das Portal verwaltet wird, auf über 10 000. „Damit nutzen aktuell 50 Prozent aller in Deutschland spielenden Teams das gleiche System”, erklärt Thomas Ludewig, Präsident des Handball-Verbandes Berlin. Dienstag und  Mittwoch legten die Geschäftsführer und Entscheidungsträger der jetzt elf Landesverbände des Deutschen Handballbundes, die „nuLiga“ einsetzen, in Bregenz die Marschrichtung für die nächsten Entwicklungssschritte fest: neben der Einführung des digitalen Spielausweises die der „nuLiga“-App, über die zukünftig die wichtigsten Informationen über den Spielbetrieb per Smartphone oder Tablet abgerufen werden können.

Grundlage für die Einführung des digitalen Spielausweises ist die Passdatenbank, die die Verbände seit Jahren gemeinsam nutzen und die eine unkomplizierte und rechtssichere Abwicklung von Vereinswechseln sicherstellt; nicht nur innerhalb, sondern auch zwischen den einzelnen Landesverbänden. „Und in die wir einen Großteil des Entwicklungsbudgets investierten“, erklärt die Geschäftsführerin des Handball-Verbandes Brandenburg, Marlies Reusner. Reusner ist Leiterin der AG Passwesen. „Zur Saison 2019/2020 streben wir die komplette Abschaffung der Papierpässe an. Das ist ein Meilenstein in Handball-Deutschland, mit dem wir eine Vorreiterrolle einnehmen.“

Der Prototyp der zukünftigen „nuLiga“-App habe begeistert, sagt Gerald Glöde, Geschäftsführer des Handball-Verbandes Niedersachsen. Zukünftig könnten Spieldaten, Statistiken und weitere Informationen über jedes Smartphone und jedes Tablet abgerufen werden. Glöde: „Die Entwicklung der Applikation hat uns viel Zeit und Energie gekostet, doch der Aufwand hat sich gelohnt.“

Zweimal jährlich kommen die Geschäftsführer und Entscheidungsträger der Landesverbände mit den Entwicklern des Anbieters „nu Datenautomaten” zusammen, um über die Projektpläne zu entscheiden und sich über die Weiterentwicklung des Systems in den Bereichen Spielbetrieb, Schiedsrichterwesen, Verbands-, Vereins- sowie Seminarverwaltung auszutauschen.

In Vorbereitung auf die Treffen tragen die Arbeitsgruppen, neben der für den Bereich Passwesen die für Spieltechnik und Schiedsrichterwesen, Entwicklungswünsche zusammen und bereiten diese auf. „Die Zusammenarbeit mit den Landesverbänden ist besonders hervorzuheben. Die Verbände liefern zahlreiche Ideen, wie man das System stetig weiterentwickeln kann. Das hilft uns als Entwickler der Software enorm“, erklärt Dr. Gerhard Schwärzler, Geschäftsführer von „nu Datenautomaten“.

Thomas Ludewig: „Ich bin immer wieder begeistert, dass die Geschäftsführer der Landesverbände diese Zusammenkünfte nutzen, um verschiedene Prozesse miteinander abzugleichen. Einheitliche Abläufe, etwa im Passwesen oder in der Auslegung der DHB-Ordnungen, ergeben auf allen Seiten Synergieeffekte.“

Tobias Weyrauch, Vizepräsident Spieltechnik des Hessischen Handball-Verbandes, nach der ersten Teilnahme einer Sitzung der Arbeitsgemeinschaft: „Ich bin beeindruckt. Die Art und Weise, wie hier gearbeitet wird und was das System tatsächlich leisten kann, war mir persönlich bei Vertragsunterschrift überhaupt noch nicht klar. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar.“

Das nächste Arbeitstreffen vereinbarten die Entwickler für das Frühjahr 2019. Thomas Ludewig: „Gegebenenfalls mit Vertretern weiterer Landesverbände, die bereits ihr Interesse an ‚nuLiga‘ bekundet haben.“